Dienstag, 12. Dezember 2017

Denunzianten


Zensur statt Kultur – Dr. Lederer als Krisensymptom der Linken


VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 12. DEZEMBER 2017


von Rainer Rupp – https://deutsch.rt.com

Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant. Ein linker Kultursenator bekämpft eigene Gesinnungsgenossen vehementer als den politischen Gegner. Und er ist nicht der Einzige. Was ist eigentlich in der Linkspartei los?



von Rainer Rupp

Mit der Frage nach dem Geisteszustand, „Sind die Linken im Parteivorstand verrückt geworden?“, traf der engagierte Antimilitarist, vielfach preisgekrönte Schriftsteller und Journalist Dr. Wolfgang Bittner den Nagel auf den Kopf. Auf diese Weise reagierte der promovierte Jurist Bittner am 7. Dezember auf einen Mehrheitsbeschluss des Parteivorstands. Der Beschluss sollte den linken Berliner Kultur-Senators Dr. Klaus Lederer unterstützten, der die Verleihung des von der linken Neuen Rheinischen Zeitung(NRhZ) ausgelobten Karlspreises an den bundesweit bekannten Journalisten Ken Jebsen mit bösartigen Verleumdungen zu hintertreiben versucht hatte.

Als Gebieter über den Kulturetat der deutschen Hauptstadt hatte der linke Zensur-Senator den Betreiber des einzigen städtischen Berliner Kinos – „Babylon“ – genötigt, den Mietvertrag für eine Preisverleihung an Jebsen am 14. Dezember 2017 zu kündigen. Zur Begründung führte Genosse Lederer das Argument an, dass die Veranstaltung nichts Anderes sei als ein „Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte“. Zudem würde es dort von „Querfront“-Anhängern nur so wimmeln.

Die „Querfront“ unter jedem Gullydeckel



Vergiftete Worthülsen wie „Querfront“, die je nach Gefühl alles und nicht aussagen, sind natürlich ganz tolle justiziable Rechtfertigungen zur Aufkündigung eines rechtsgültig abgeschlossenen Mietvertrags. Wahrscheinlich sind deshalb auch Lederer Zweifel gekommen. Daher hat er mit der noch immer garantiert wirkenden Antisemitismuskeule nachgelegt. Jebsen – so heißt es in seiner Facebook-Nachricht weiter – sei in der Vergangenheit durch „offenen, abgründigen Israelhass“ sowie durch die „Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster in Erscheinung getreten“. Tatsächlich kündigte der Betreiber des Kinos daraufhin den Mietvertrag mit der NRhZ, woraufhin diese prompt einen gerichtlichen Beschluss zu ihren Gunsten erwirkte.

Damit hat Lederer mit seinem Zensur-Versuch vor einem Berliner Amtsgericht eine Schlappe auf ganzer Linie erlitten. Die Preisverleihung wird am Donnerstag, dem 14. Dezember, wie vorgesehen im Babylon stattfinden. Das Gericht sah weder den vom Senator ausgeübten Druck noch die vom Babylon-Betreiber vorgebrachten anderen Argumente als hinreichende Begründung für den Vertragsbruch.

Dabei hätte der promivierte Jurist Lederer es besser wissen müssen – und auch, dass Artikel 5 des Grundgesetzes das Recht eines jeden garantiert, „seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“. War dem Genossen Lederer bereits die Arroganz der Macht zu Kopf gestiegen? Hatte er gar womöglich geglaubt, dass seine denunziatorischen Schlagworte automatisch in Berlin blindes Gehör finden würden.

Vielleicht aber ist Genosse Lederer trotz seines Doktortitels der Jurisprudenz dümmer als man glaubt. Dafür spricht u. a. seine Rechtfertigungsrundmail, die er als Antwort auf die vielen Proteste gegen seinen Zensurversuch in die politische Landschaft geschickt hatte. Für den Kolumnisten Ulrich Gellermann besteht das „Glanzstück“ dieser Mail aus nachfolgender Passage:

‚Verboten‘, wie immer wieder kolportiert wurde, habe ich die Veranstaltung nicht und könnte ich auch nicht. […] (Aber) wer erhebliche öffentliche Mittel erhält, trägt eine besondere Verantwortung dafür, was in seinen Räumen stattfindet und wer dort eine Plattform erhält.

Mehr lesen: Causa Jebsen und der fortschreitende Niedergang der politischen Diskussionskultur in Deutschland
Unverhohlene Erpressung als kritische Äußerung

Mit dieser Warnung wollte der Herr Senator auch dem Dümmsten klarmachen, welcher Wind durch die Flure der Berliner Verwaltung weht. Aus dem Beamtendeutsch übersetzt heißt das: „Wer Geld aus Lederers Haus erhält, der soll sich gefälligst auch an Lederers Meinung halten“, so Gellermann.

Auch Andrej Hunko, MdB der Linken, übte scharfe Kritik an den Versuch Lederers, sein Fehlverhalten in der Rundmail zu bagatellisieren. In einer persönlichen Erklärung schreibt Hunko:

Es ist ein Unterschied, ob ich eine Preisverleihung an einen Journalisten gut finde oder nicht. Es ist etwas Anderes, ob ich mich dagegen öffentlich äußere oder sogar friedlich demonstriere. Es ist wiederum etwas Anderes, ob ich sie physisch verhindern will. Und es ist etwas Anderes, ob ich als Inhaber eines öffentlichen Amtes Druck auf eine von öffentlicher Finanzierung abhängige Einrichtung ausübe, um die Veranstaltung zu verhindern.

Letzteres als „kritische Äußerung“ zu bagatellisieren, wie es Lederer in seiner Mail getan habe, sei ein Versuch, „genau diese Unterschiede zu verwischen“.

Auch wenn manche Ken Jebsens Art des Auftretens nicht lieben, so wird ihm niemand, der vorbehaltlos seine Arbeit für die antimilitaristische und friedenserhaltende Aufklärung bewertet, umhinkommen, ihm zumindest großen Respekt zu zollen. Erst recht ist Jebsen – jedenfalls nach europäischen Maßstäben – kein Rassist oder Antisemit.

Das ist eine absurde und längst von Gerichten widerlegte Beschuldigung. Dennoch wird diese Beschuldigung von sich als „links“ bezeichnenden Eiferern immer wieder, in der Regel anonym, gegen Jebsen eingesetzt. Dabei gehört der zu den wenigen unbeugsamen Journalisten, die sich mutig der Kriegspropaganda entgegenstellen, die tagtäglich in den Konzern- und Regierungsmedien Verbreitung findet.

Was aber macht Ken Jebsen so besonders gefährlich für das linke Establishment und dessen Anhang? Wahrscheinlich ist es die ungewöhnlich große und ständig wachsende Zahl seiner Leser, Zuhörer und Zuschauer, die in die Hunderttausende geht. Damit aber wird auch das Definitionsmonopol der Parteiführung über linke Friedens-, Sozial- und Wirtschaftspolitik in Frage gestellt. Dies wiederum erschwert die Verwirklichung der Pläne der Parteiführung, die mit ihren angepassten Vorstellungen perspektivisch auf eine Regierungskoalition mit SPD und Grünen ausgerichtet ist. Eine solche aber würde die Aufgabe linker Grundpositionen voraussetzen, wie z. B. die Ablehnung jeglicher Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Bei möglichen Neuwahlen zum Bundestag könnte sich bereits im Frühjahr 2018 eine Chance auf eine rot-rot-grüne Koalition ergeben. Daher ist es für die Linken-Führung wichtig, die in der Partei und in der Bevölkerung noch vorhandenen Widerstände gegen diese Pläne zu schwächen und sich zugleich von allen linken Bewegungen, die gegen NATO, gegen die EU-Militarisierung und gegen die neoliberale Globalisierung sind, entschieden zu distanzieren. Aber das allein genügt nicht, um bei der SPD und bei den Grünen als Koalitionär auf Bundesebene glaubwürdig zu werden. Daher versuchen die linken Emporkömmlinge im real existierenden Neoliberalismus, sich mithilfe von Diffamierungen linker Andersdenkender als Querfrontler, Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker und durch deren Denunziation als rechtsaffin oder antisemitisch als verlässliche Partner in der marktkonformen BRD-Demokratie zu profilieren.

Das hat auch die über deutsche Grenzen hinaus bekannte Nahost-Expertin und Journalistin Karin Leukefeld am eigenen Leib erfahren. In einem Schreiben an die NRhZ, in dem sie der Redaktion zur Entscheidung des Berliner Amtsgerichts gratuliert, skizziert sie den hinterhältigen Kampf der offiziellen gegen alle andersdenkenden Linken:

Es ist ungeheuerlich, dass in Deutschland erneut Menschen ihrer Meinung und ihres Einsatzes für Frieden und Völkerverständigung wegen öffentlich angeprangert, stigmatisiert, diffamiert und bedroht werden. Autoren, Journalisten, Politiker und viele namenlose Aktivisten sind betroffen.

Begriffe aus dem Sprachschatz der Geheimdienste



Tatsächlich sei seit einigen Jahren im linken Spektrum die erschreckende Entwicklung zu sehen, dass Menschen, die für Frieden und gegen Militarismus eintreten, oder Journalisten, die über sie berichten, als „Querfront zwischen Rechten und Linken“ diffamiert werden. Ziel dieser Kampagnen sei es, Aufklärung zu verhindern und durch Denunziation das Engagement dieser Menschen zu lähmen, die sich gegen eine neue deutsche Großmachtpolitik organisieren, die den Krieg so sicher enthält wie die Regenwolke das Wasser.

In den 1950er Jahren galt diese Art der Diffamierungskampagnen vor allem denjenigen, die gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands und die atomare Rüstung auftraten, darunter viele Kommunisten. Später waren es die Proteste gegen den Vietnamkrieg, gegen Kolonialismus, gegen Besatzung und Rassismus. Dann traf es die Initiativen gegen Atomkraft, Proteste gegen den Jugoslawienkrieg, gegen den Afghanistankrieg und dann den Irak-Krieg, gegen die neoliberale Wirtschaftsordnung sowie gegen die Militarisierung des Alltags. Diffamierungskampagne folgte auf Diffamierungskampagne. Aktuell richten sie sich vor allem gegen Menschen, die für Frieden und für die Verständigung mit Russland eintreten.

Allerdings gibt heute einen wesentlichen Unterschied zu früheren Zeiten: Damals mussten die Vertreter des Kapitals, die rechten Militaristen, die Revanchisten und Erzkonservative die linken Bewegungen für Frieden und gegen Aufrüstung noch selbst denunzieren. Heute erledigt das Establishment der Partei „Die Linke“ diese schmutzige Arbeit für sie. Dafür dürfen Establishment-Linke sogar in Konzernmedien, die sonst ständig für neue Kriege werben, andersdenkende Friedensaktivisten als „Querfrontler“ diffamieren und möglichst auch noch beruflich ruinieren.

Meist finden die linken Schmutz- und Diffamierungsaktionen gegen Andersdenkende jedoch anonym statt. Nur selten können Ross und Reiter so klar benannt werden wie im Fall Lederer. Daher hat Wolfgang Gehrcke, bis 2017 außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Linken, daran erinnert, dass Ausdrücke wie „Querfront“ aus der Requisitenkiste der Geheimdienste stammen. Zugleich hat er den Vorstand der Linken aufgefordert: „Macht Schluss mit stalinistischen Geheimverurteilungen.“ Stattdessen plädiert er für eine „öffentliche argumentative Auseinandersetzung“ statt Verurteilungen mit leeren Begriffen.

https://deutsch.rt.com/meinung/61995-zensur-statt-kultur-dr-lederer /





Sonntag, 10. Dezember 2017

Wortmeldung von Fariss Wogatzki

Herr Fariss Wogatzki, dessen Buch "Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!" ich kürzlich unter dem Titel DIE "FACKEL" DES HERAKLES rezensieren durfte, schickte mir soeben aus gegebenem Anlass folgende Zeilen:

Lieber Herr Popow, wir sind informiert und mehr noch erschüttert doch nicht tatenlos über des zum Verbrechen angestachelten, abermaligen und fortgeführten Verbrechens gegen Palästinenser seit vergangenen Mittwoch.Wer die DDR versteht, wer den Raub und die Aushöhlung der faktischen Geschichte der DDR versteht, hat ein zweifelsfrei elementares geistiges Rüstzeug die imperialistische Propaganda zu schlagen. Wie mir jedoch scheint, sind die meisten jungen Menschen nicht in der praktischen Lage,die sonnenklaren Zusammenhänge zu verstehen, oder aber auf diese adäquat und selbstdenkend kreativ zu reagieren. Herzlich Fariss Wogatzki
Mein Name ist Fariss Wogatzki

Ich wurde 1971 in Berlin-Pankow (DDR) geboren. Mit dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der BRD am 04.10.1990 wurde ich durch Räson-Lüge "Im deutschen Namen" zum "immerwährenden" Schuldner der durch die >>reaktionärste Elite Deutschlands, der  deutschen Wirtschaft, der deutschen Rüstungsindustrie, der  deutschen Bankhäuser, der deutschen Regierung!<< am millionenfachen Mord durch die Reichsregierung Deutschlands.
Durch den vergesellschafteten "Lettre de caché" gegen das Volk von
Deutschland, die Schuldverschiebung, die Ursachenleugnung durch die
Bundesregierungen wurde ich mit meinem 19. Lebensjahr zum Mitttäter am Mord von 6 Millionen Juden verurteilt. Wer die vielen Millionen anderen Mordopfer der deutsch-faschistischen Regierung in der bundesdeutschen Geschichtsdeutung sucht, hat zu suchen. Im Geschichtsbild der Bundesregierung gibt es Juden als Opfer und Deutsche als Täter. Das war´s.

Mein Name ist Fariss Wogatzki. Ich wurde 1971 in Berlin-Pankow (DDR)
geboren. Ich besuchte eine Polytechnische Oberschule. >>Meine Lehrer
zeigten mir auf, wer die Installateure des “Dritten Reichs” waren, wo
die Ursachen der deutschen Verbrechen lagen, wo und wie die Verbrecher
nach 1949 wieder eingereiht wurden. Wer könne mir das Gegenteil
beweisen? Wer will die Tatsachen leugnen?<< (Aus: Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!; Zambon Verlag 2017)

Die Inkollektivhaftnahme aller Menschen in Deutschland für die
deutsch-faschistischen Mordtaten, der Massenmorde, wie die
Bundesregierung sie in obszöner Weise reduziert auf 6 Millionen
jüdischer Menschen, zeigt allen Menschen in Deutschland: Das ab Mai 1945 in Ruheschaft befundene System Imperialismus in Deutschland wurde im Oktober 1990 ganzheitlich re-union-ös  reinstalliert. Es herrscht in Deutschland kein Faschismus. Doch die Rekonstruktion der einzigen
Geschichte des deutschen Faschismus, jeder Vernunft gebrauchende Mensch richtet dabei seinen Verstand  allein auf Fakten und nicht auf der
imperialistisch bundesdeutschen Interpretation von Geschehnissen der
Geschichte, sieht, dass sich der deutsche Faschismus nach 1948 in den
bundesdeutschen Amtsstuben in nahezu identischer Position befand.

Die westalliierten Mächte spalteten den Völkerbund deutscher Länder,
installierten als geostrategischen Stützpunkt die Bundesrepublik,
pfropften dem bundesdeutschen Volk das nie vorgelegte Grundgesetz vor im bereits bestandenen Kalten Krieg; vorneweg die losgelöste
Währungsreform. Grundsätzlich und unwidersprochen: "Die Bundesrepublik war ein Glücksfall für die Täter des Verbrecherstaates."

Mein Name ist Fariss Wogatzki. Ich wurde 1971 in Berlin-Pankow (DDR)
geboren. Ich habe nicht die bundesdeutschen Schulbildung erdulden müssen.  Der signifikante Bildungsunterschied der zwei deutschen Teilstaaten ist im Grundsatz zu finden, dass auch mir alle Ursache menschlichen, allem staatlichen Unrecht und faschistischen Verbrechen aufgezeigt wurde. Und aus diesem signifikanten Grund verweigere ich mich der zionistischen Mittäter in Deutschland, der israelischen Verbrecher und ihrem imperialistischen Rassenfanatikern.

Wie ich den deutschen Faschismus verabscheue, verabscheue ich den
israelischen Faschismus gegen das Volk Palästinas. Ich verabscheue mit
Recht & Pflicht die israelischen Faschisten. Ich verabscheue die
bundesdeutsche Proliferation am Faschistenstaat Israel. Und ich
verabscheue es, dass dem Zionismus in Deutschland Haus und Hof,
Schatzkammern, Medien und Formungsanstalten angeschlossen sind; dass es dem Zionismus gestattet wurde, das Judentum zu missbrauchen und der
zionistische Faschismus in Deutschland gefördert wird.

>> Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!<<, dass der Faschismus
vom faschistischen Deutsches Reich in modifizierter, auf des Zionismus
Ansprüche an Israel weitergegeben wurde. Wie Deutschlands
imperialistische Ignoranz, sind die UNO mit ihrem Unrechtsurteil
Resolution 181 Beteiligte am Verbrechen gegen das Volk Palästinas.

Ich, Fariss Wogatzki gebe Zeugnis über meine Verachtung gegenüber dem
israelischen Faschismus und seinen deutschen Zulieferern. Ich gebe
Zeugnis der  Leiden des palästinensischen Volkes; und ich sage: Möge
keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!

Ihr Deutschen wisst um die Verbrechen und Verbrecher! Eure einzige
Schuld ist es, euch dem Faschismus, gleich woher er kommt, gleich
welcher Begründungen er sich bedient, mit aller Kraft nicht
entgegenzustellen. Immer wieder wird auf die ungeheuerliche Schuld hingewiesen, die uns zum Schweigen bringen soll. Aber wie kann man gerade in Deutschland schweigen, wenn erneut ein solches Unrecht, auch durch unsere Hilfe und ein "besonderes Verhältnis" zum "Jüdischen Staat" ermöglicht wird.

Legt ab die Lüge der immerwährenden Schuldketten des Imperialismus, und kämpft als Menschen für das Recht und die Freiheit aller Menschen und aller Völker. Schließt euch alle zusammen, im internationalen Kampf für die Freiheit des palästinensischen Volkes.








Freitag, 8. Dezember 2017

Erfolg vor Gericht

NRhZ-Pressemitteilung, 07.12.2017


Erfolg vor Gericht

Urteil macht den Weg frei für die Verleihung des Kölner Karlspreises an Ken Jebsen am 14. Dezember im Babylon

Das Amtsgericht Berlin-Mitte hat am Donnerstag, 7.12.2017, in der Sache NRhZ ./. Babylon zugunsten des Antrags auf einstweilige Verfügung geurteilt. Die auf Druck des Berliner Senats erfolgte Absage der Preisverleihungsveranstaltung am 14.12.2017 im Berliner Kino Babylon war rechtswidrig und muss zurück genommen werden. Das heißt: die Neue Rheinische Zeitung wird den Kölner Karlspreis für engagierte Literatur und Publizistik am 14. Dezember ab 18 Uhr im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz im Rahmen einer dreistündigen Festveranstaltung an Ken Jebsen verleihen.

Die Absage der Veranstaltung seitens des Babylon war wie folgt begründet worden: „Aufgrund des ausgeübten Drucks des Berliner Senats musste meine Mandantin (Babylon) konsequenter weise Ihnen (NRhZ) gegenüber die Absage erklären... Hervorzuheben ist dabei, dass der Senat seinerseits auf starken Druck von Presse und anderen Verbänden reagierte und diesen Druck eben auf meine Mandantin (Babylon) übertrug.“ Auch von anonymen Drohungen gegen das Babylon als Institution wie auch gegen seinen Geschäftsführer als Person ist in der Absagebegründung die Rede. Diese und weitere nachgeschobene Begründungen rechtfertigen laut Gericht die Absage nicht. Der Vertrag ist einzuhalten.

Insofern ist das Urteil ein Plädoyer, sich auf Zensur hinauslaufendem Druck aus Politik, Medien und Verbänden nicht zu beugen. Demokratie und Meinungsfreiheit dürfen nicht den Interessen der wenigen Mächtigen geopfert werden. Politik – insbesondere Politik, die sich als links versteht – darf sich nicht in deren Dienst stellen. In diesem Zusammenhang benutze diffamierende Begriffe sind keine Argumente. Oskar Lafontaine bezieht in Sachen Karlspreisverleihung aktuell Stellung und bringt es klar zum Ausdruck: „Begriffe wie 'Verschwörungstheoretiker' oder auch 'Querfront' stammen aus dem Arsenal der Geheimdienste.“ Sie sind dazu geschaffen, die Aufklärung imperialer Verbrechen und Bündnisse, die sich dagegen richten, zu torpedieren. Es ist geboten, sich jeglichen offenen oder verdeckten Maßnahmen der Verleumdung zu widersetzen. Deshalb heißt es auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz am 14.12. ab 16 Uhr bei der von NRhZ in Kooperation mit KenFM veranstalteten Protest-Kundgebung: "Demokratie und Meinungsfreiheit verteidigen".

Wer sich nicht heute Diffamierung, Verleumdung und Denunziation widersetzt, kann schon morgen in noch üblerer Weise zur Zielscheibe werden.



Pressemitteilung auch hier:

NRhZ-Pressemitteilung: Urteil macht den Weg frei für die Verleihung des Kölner Karlspreises an Ken Jebsen am 14. Dezember im Babylon
Erfolg vor Gericht
NRhZ 640 vom 07.12.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24420

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Neues Buch: HERAKLES IM ABENDLAND

Harrys Bücher


IN DIE STILLE GERETTET

Harry Popow: „In die Stille gerettet. Persönliche Lebensbilder.“ Engelsdorfer Verlag, Leipzig, 2010, 308 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-86268-060-3)

ZWISCHEN START UND LANDUNG

Eckhard Lange: „Zwischen Start und Landung, Gelebt-gearbeitet-geflogen“, ein Lebensbericht, (Ghostwriter: Harry Popow), 168 Seiten, Preis: 17,50 Euro – Versandkostenfrei, Juli 2013, Druck und Verlag: dbusiness.de Digital Business and Printing Gmbh, Greifswalder Str. 152, 10409 Berlin, E-Mail: greifswalder@dbusiness.de oder info@dbusiness.de , www.copyhouse.de , Telefon: 030 44650342. Buchbestellungen bitte über die email Adresse info@copyhouse.de.

WETTERLEUCHTEN

Harry Popow: „WETTERLEUCHTEN - Platons erzürnte Erben haben das Wort“. Rezensionen, Essays, Tagebuch- und Blognotizen, Briefe – ein Zeitdokument“, Verlag: epubli GmbH, Auflage: 1 (18. Dezember 2015), Berlin, 392 Seiten, www.epubli.de , ISBN-10: 3737580650, ISBN-13: 978-3-7375-8065-6, Preis: 21.99 Euro

Im Stillen Park der untoten Seelen

Harry Popow: "Im Stillen Park der untoten Seelen. Tamaras Notizen – auf der Spur von Träumen und ungeweinten Tränen", AAVAA-Verlag, 1. Auflage 2016, Umschlaggestaltung AAVAA Verlag, Coverbild: Harry Popow, 335 Seiten, Taschenbuch, ISBN: 978-38459-1956-0, Preis: 11,95 Euro, Hohen Neuendorf b. Berlin, Neuerscheinungen im Juni:
http://www.aavaa.de/Im-Stillen-Park-der-untoten-Seelen
 Postadresse: Birkenwerderstraße 8, 16562 Hohen Neuendorf, OT Bergfelde, Fax: 49-3303-518 24 49

DÄMMERZEIT

Harry Popow: "DÄMMERZEIT.  EIN KESSEL  STREITLUST", epubli-Verlag. Taschenbuch, Format DIN A5, 204 Seiten, ISBN: 978-3-7375-3822-0, Preis: 11,99 Euro, zu bestellen:
http://www.epubli.de/shop/buch/D%C3%84MMERZEIT-Harry-Popow-9783737538220/52205

Telefon: 030/ 617 890 200

Der Schütze von Sanssouci

Harry Popow: „Der Schütze von Sanssouci. Das Leben mit einer Göttin – Erkenntnisse und Bekenntnisse aus acht Jahrzehnten“, Taschenbuch: 356 Seiten, Verlag: epubli; Auflage: 1 (22. Dezember 2016), Sprache: Deutsch, ISBN10: 3737538301, ISBN-13: 978-3737538305, Preis: 19,99 Euro
epubli GmbH - Print-on-Demand & Self-Publishing
Verlagsadresse: Prinzessinnenstraße 20, 10969 Berlin
Telefon des Verlages: 030 6178900
http://www.epubli.de/shop/buch/Sch%C3%BCtze-von-Sanssouci-Harry-Popow-9783737538305/59563

Harry Popow: „Der Schütze von Sanssouci. Das Leben mit einer Göttin – Erkenntnisse & Bekenntnisse aus acht Jahrzehnten“, Taschenbuch, 356 Seiten, Druck und Verlag: dbusiness.de gmbh, Greifswalder Str. 152, 10409 Berlin, ISBN 978-3-94683-729-9, Copyright © 2016, Email: info@dbusiness.de, www.dbusiness.de, Bestelladresse: http://www.shop.dbusiness.de/article/show/der-schuetze-von-sanssouci , Preis: 12,95 Euro

Das Schwedenhaus
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Harry Popow: „Das Schwedenhaus. Abgehauen in die Stille – Persönliche Lebensbilder“, Taschenbuch: 183 Seiten, Verlag: AAVAA Verlag (1. April 2017), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3845922443, ISBN-13: 978-3845922447, Preis: 11.95 Euro, http://www.aavaa.de/Das-Schwedenhaus

EISZEIT-BLÜTEN

Harry Popow: „EISZEIT-BLÜTEN. ROTE-NELKEN-GRÜßE AUS BLÜHENDEN LANDSCHAFTEN“, Taschenbuch: 508 Seiten, Verlag: Independently published, Brokatbook Verlag, (17. September 2017), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 1549766864, ISBN-13: 978-1549766862, Größe und/oder Gewicht: 14 x 3,2 x 21,6 cm, Preis: 12,50 Euro
https://www.amazon.de/EISZEIT-BL%C3%9CTEN-ROTE-NELKEN-GR%C3%9C%C3%9FE-AUS-BL%C3%9CHENDEN-LANDSCHAFTEN/dp/1549766864/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1508245074&sr=1-1&keywords=EISZEIT-BL%C3%9CTEN


HERAKLES IM ABENDLAND

Harry Popow: „HERAKLES IM ABENDLAND. EIN SACK PFEFFER“. Texte: © Copyright by Harry Popow, Umschlaggestaltung: © Copyright by Harry Popow, Verlag: Selbstverlag, Dorfstraße 18 A, 15566 Schöneiche b. Bln. harry.popow@gmx.de , Druck: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Berlin, ISBN: 978-3-7450-6521-3, Seiten: 304, Preis: 17,99 Euro
https://www.epubli.de/shop/buch/HERAKLES-IM-ABENDLAND-Harry-Popow-9783745065213/70169



Mittwoch, 6. Dezember 2017

Auf zur Kundgebung am 14. Dezember, 16 Uhr


05.12.2017
Christiane Reymann und Wolfgang Gehrcke



Unsere Antwort


An die Mitglieder des Parteivorstands der Partei DIE LINKE, an Katja Kipping, Bernd Riexinger und Harald Wolf


Liebe Katja, lieber Bernd, lieber Harald, liebe Genossinnen und Genossen des Parteivorstands der LINKEN, Ihr habt am 03.12. einen Beschluss über uns gefasst und darüber die Öffentlichkeit informiert, nicht aber uns, weder vorher noch nachher. Wir machen es etwas anders: Wir suchen das Gespräch mit Euch und informieren darüber die Öffentlichkeit.

Ihr habt lange im Parteivorstand über uns persönlich diskutiert, so wurde uns berichtet, und dann die Erwartung an die Mitglieder der LINKEN ausgesprochen, nicht an der Kundgebung am 14.12. um 16 Uhr auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz teilzunehmen. Es ist, nur zur Klarstellung, eine Kundgebung auf dem Rosa-Luxemburg-Platz „zwischen Babylon, Volksbühne und Parteizentrale der Linken“, wie die Veranstalter schreiben, eine Kundgebung „für „Demokratie und Meinungsfreiheit“ und nicht gegen die LINKE. Ihr erwartet in Eurem Beschluss, dass Mitglieder der LINKEN daran nicht teilnehmen.

Wir unsererseits haben eine Erwartung an Euch: Macht Schluss mit stalinistischen Geheimverurteilungen. Ihr habt uns von dem Tagesordnungspunkt weder vorher informiert, noch uns zu der Debatte eingeladen, noch uns danach informiert. Im Übrigen: Der  Parteivorstand ist keine Schiedskommission und selbst die hat nicht das Recht, in Abwesenheit und ohne Anhörung der „Beschuldigten“ Urteile zu fällen.

Euer Beschluss verdächtigt uns der Querfront-Strategie. Querfront, das ist eine Strategie, um rechtes Gedankengut in linke Bewegungen einzuschleusen. Das ist ein schlimmer Vorwurf an unsere Adresse, nicht bewiesen und nicht zu beweisen, er ist nur eins: diffamierend und falsch. Im Gegenteil: Wir zerbrechen uns den Kopf und arbeiten daran, wie man gegen die dramatische Rechtsentwicklung in unserem Land und in Europa einen breiten antifaschistischen Widerstand aufbauen und stärken kann; in ihm werden sich immer mehr Menschen und Kräfte engagieren, die aus ihren eigenen Motiven und Überzeugungen, die nicht unbedingt unsere sein müssen, mit den Verhältnissen so, wie sie sind, unzufrieden sind.

Ihr wisst, wir sind der Unidad Popular (oder Volksfront und Einheitsfront) verpflichtet, jedenfalls der Konsenssuche, wie sie im Krefelder Appell in den Jahren 1980-83 zu den bislang größten Mobilisierungen gegen Krieg nach dem Krieg geführt haben. Zumindest könntet Ihr es wissen, denn wir kennen uns nun schon einige Jahrzehnte: Wir haben die PDS im Westen gegründet, alles für den Konsens mit der WASG getan, dann die Europäische Linkspartei, endlich sind wir Gründungsmitglieder der LINKEN. Sollte es etwa so sein, dass unsere Freunde und Freundinnen in Israel, mit denen wir viele Veranstaltungen, Seminare, Kunstausstellungen in Deutschland und Israel organisiert haben, unsere Haltung besser kennen als Ihr?

Zurück zum Kern des aktuellen Konflikts: Er entzündete sich unsererseits nicht an der Frage pro oder contra Ken Jebsen, sondern daran, dass der Kultursenator, unser Genosse Klaus Lederer, hinten herum durch Einflussnahme auf den Vermieter, das Kino Babylon, eine politische Auseinandersetzung durch eine administrative Maßnahme ersetzt hat. Dieses Verhalten hat es in der Geschichte der Linken schon zu oft gegeben, es wird gemeinhin als Zensur bezeichnet. Dagegen wenden wir uns.

Das Parteiensystem in Deutschland, wie auch in Europa, ist in einem tiefgreifenden Umbruch begriffen. Wir wollen, dass DIE LINKE nicht Beobachterin, sondern aktiver, progressiver Teil dessen ist. Es ist die Aufgabe der LINKEN zu verhindern, dass in diesem Umbruch die Rechte noch stärker wird. Darin war die PDS im Osten einmal erfolgreich. Wir können nicht nur auf die Partei, ihre Entwicklung, ihre Erfolge bei Wahlen schauen, so wichtig die auch uns sind; wir müssen die ganze Gesellschaft ins Blickfeld nehmen, um zu einer notwendigen breiten Gegenwehr gegen Kriege der Worte, der Waffen und der Wirtschaft beizutragen. Darum haben wir übrigens auch den Aufruf „Abrüsten!“ mit auf den Weg gebracht.

Schon jetzt allerdings hat DIE LINKE, nicht zuletzt durch den Beschluss des Parteivorstands, sehr viel an Zuwendung zur Linken kaputt gemacht und Misstrauen gesät bzw. verstärkt. Solcherlei administrative Unvereinbarkeitsbeschlüsse haben selten genutzt. Der angerichtete Schaden kann, wenn überhaupt, aus unserer Sicht nur durch eine öffentliche argumentative Auseinandersetzung geschmälert werden. Dazu fordern wir Euch auf. Dazu sind wir bereit. Eurer Erwartung, uns aus der Kundgebung für Demokratie und Meinungsfreiheit und/oder der Preisverleihung an Ken Jebsen herauszuhalten, kommen wir nicht nach.

Mit solidarischen Grüßen

Christiane Reymann und Wolfgang Gehrcke



Montag, 4. Dezember 2017

Daumen hoch für "Dschermeni"

Lotti, Mitautorin von „EISZEIT-BLÜTEN“, zu dem Film „Dschermeni“



Sie schreibt, wie sehr ihr der Film in Gänze gefallen hat und was sie besonders angesprochen hat:

  1. Die Kinder sind sehr gut ausgesucht, ihr Äußeres ist ansprechend, weder süßlich noch grob, ganz natürlich, als wären sie gerade von zu Hause, Schule oder sonst woher gekommen. Sie stehen voll in ihrer Rolle und man vergisst, dass man im Kino sitzt.
  2. Ihr familiäres Milieu macht sie auch unverwechselbar. Möge es Ryet sein, deren Familie türkische Befindlichkeiten in Deutschland  weiterführen soll.. So der Großvater „Baba“, der Ryets Annehmen deutscher Lebensgewohnheiten mit der Angst konfrontiert, in dieser Lebensart könne sie weder von Deutschen noch von Türken akzeptiert werden. Der Vater möchte im Haus als türkischer Mann regieren nach außen ein weltoffener Rechtsanwalt mit Hilfe für bedrängte Ausländer sein. Einen schwulen Sohn zu haben, ist für ihn nicht fassbar. Auch die Ausgleichsversuche der Mutter sind auch zuerst von der Angst geprägt nicht alle Widrigkeiten von der Familie fernhalten zu können. Ryet ist schon zu einem bewundernswerten festen Standpunkt entwickelt, den sie  wohl unter den Kindern als auch zu den Erwachsenen vertritt. Moritz lenkt den Blick, das in behüteter Umgebung von verständnisvollen Eltern aufwächst, deren Berufsleben das Familienleben aber beeinträchtigt, die aber trotzdem ihren Sohn klug  unterstützen und der Vater als Stadtplaner und die Mutter für Ausländer verantwortlich Moritz helfen. Der Tip vom Vater über das Leben in der Stadt, aus dem dann Moritz´ Vortrag Über das Leben in Deutschland wird und sich dann durch alle Ereignisse des Films als  Basis für die wunderbaren Bilder der urbanen und natürlichen Landschaft zieht. Auch die familiären Verhältnisse von Yassir und Aminata beleuchten Probleme, die in der Ausländerdiskussion oft nicht beachtet werden, eben das Verhältnis von Yassirs Vater zur Kindergeneration, das zeigt, dass die Erwachsenengeneration Schwierigkeiten(Sprache, Eingewöhnen ..) hat. Auch sehr eindringlich ist der Hinweis auf die „unbegleiteten Jugendlichen hat und als Basis für Bewährungsproben der Kinder dient.
    Da war ich nun bei den unbegleiteten Jugendlichen, über deren sich negativ zeigenden Lebensäußerungen man voll in der Gesellschaft spricht, aber die Probleme arbeits – und dadurch mittellos zu sein, schlimme Erlebnisse verarbeiten zu müssen und  keinen Ausweg zu sehen, das ist nicht nur kindgerecht gemacht sondern das gehörte auch hinter viele Erwachsenenspiegel. Es ist auch sehr gut, dass Erscheinungen des Fremdenhasses angeschnitten werden. Gott sei dank nicht als zentrales Thema und zum Krimi herabgedrückt, sondern als eine Zeiterscheinung, die zu beheben , wie bei Janik zu erkennen , ist. Dass die Frage der Obdachlosigkeit beim Leben in Deutschland als Thema dazugehört, rundet die soziale Umschau des Filmes ab. Dieser kindgerecht, aber nicht verniedlichte oder Soziales umgehende Film, kann bei diesen Konstellationen sehr intensiv die verschiedensten kindlichen Verhaltensweisen darstellen. Da möchte ich die typische Freude von Heranwachsenden nennen, ein eigenes Gestaltungs- und Lebensfleckchen/Kommunikationswinkel(Hütte) zu haben.

    Eine ganz zentrale Freude für Kinder ist es, einen oder mehrere Freunde zu haben, wunderbar in der gegenseitigen Hilfe, ob Anpöbelei  oder Familienprobleme, sehr berührend wie Moritz seine Freunde zur Mutter, für Ausländerfragen  zuständig, schleppt, um Hilfe zu organisieren und auch sein Vertrauen, dass sie es will und kann. Auch die Vorstellungen fremder Sitten gehören zur Befriedigung kindlicher Neugier, ferne Länder… So sehr wie Kinder sich handfest streiten (gegen Jannik) so mitfühlend sind sie beim Leiden ihrer Freunde. Kinder wollen sich freuen können über ihr Erreichtes und so ist es nur legitim, dass Moritz einen sehr guten Vortrag über das Leben in Deutschland hält, dass die Eltern mit ihm zum Sport und Eis essen gehen und Aminata wieder zu ihrer so sehr vermissten Mutter in Afrika kommt. Bei Kindern soll ja immer das Gute siegen und es ist wichtig, dass sie lachen können. In der DDR – Kinderliteratur war Ottokar der Beliebteste und die Bücher am schnellsten zerlesen.
Nachdem die Heimbetreuerin Elke erst sehr scharf auf die Regeln achtend, dann die Anliegen der Kinder erkennt, die türkische Mutter um ihren schwulen Sohn kämpft und Moritz die Beachtung seiner Eltern genießt,  werden die Erwachsenen nicht als Buhmänner sondern Menschen, die genau Probleme wie ihre Kinder haben, dargestellt. Das findet man nicht so oft in der Kinder – Elterndarstellung, und das ist gerade in diesem Alter so wichtig.

Leider bin ich keine Lehrerin , ich würde mit meinen Kindern in den Film gehen oder im Fernsehen anschauen, das ist auch gelebte, sehr gut dargestellte, Sozialkunde.  Hier könnte eine Polemik Sozialkunde weitergehen.

Lotti mit so guten Gedanken an Ryet, Moritz,Yassir und Aminata.

Samstag, 2. Dezember 2017

Kölner Karlspreisverleihung

Entnommen: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24371 

Anlässlich der Attacken auf die Karlspreisverleihung an Ken Jebsen: Kundgebung am 14.12.2017 in Berlin
Demokratie und Meinungsfreiheit verteidigen
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Demokratie und Meinungsfreiheit sind in Gefahr. Die Kräfte des Imperiums zeigen ihr wahres Gesicht. Zu ihnen gehört auch der "linke" Berliner Kultursenator Klaus Lederer. Sie wollen die Verleihung des Kölner Karlspreises für Engagierte Literatur und Publizistik an Ken Jebsen im Berliner Kino Babylon verhindern. Sie haben dessen Betreiber – auch mittels anonymer Drohungen – derart unter Druck gesetzt, dass dieser die Veranstaltung vertragswidrig abgesagt hat. Dagegen ist eine starke Bewegung entstanden. In diesem Zusammenhang findet am 14. Dezember 2017 ab 16 Uhr in Berlin auf dem Rosa-Luxemburg-Platz zwischen Babylon, Volksbühne und der Parteizentrale der LINKEN eine Kundgebung statt. "Demokratie und Meinungsfreiheit verteidigen" ist das Motto - gestützt durch Rosa Luxemburgs Satz "Die Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden".

Kundgebungsflyer (hier als pdf)
Hier der aktuelle Planungsstand:
Donnerstag, 14. Dezember 2017, 16 Uhr
Berlin, Rosa-Luxemburg-Platz

zwischen Babylon, Volksbühne und Parteizentrale der LINKEN
Mit
  • Preisträger Ken Jebsen
  • den LINKEN Wolfgang Gehrcke, Christiane Reymann und Andreas Maurer
  • Teammitglied von KenFM-International Dirk Pohlmann
  • Liedermacher Prinz Chaos II.
  • den NRhZ-Herausgebern Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

und denen, die noch gewonnen werden
Im Anschluss findet die Preisverleihungsveranstaltung statt.
Siehe dazu auch:
Mit den Versuchen, die Karlspreisverleihung an Ken Jebsen zu verhindern:
Eine starke Bewegung für Demokratie und Meinungsfreiheit ist entstanden
NRhZ 638 vom 22.11.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24347
Berlin, 14.12.2017: Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik der Neuen Rheinischen Zeitung an Ken Jebsen
KenFM – ein "Organ der Demokratie"
NRhZ 634 vom 25.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24255